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Homöopathie in der Tiertherapie - meine Erfahrungen

Ich persönlich stand der Homöopathie immer eher kritisch gegenüber. Ich fragte mich, was Zuckerkügelchen, deren Wirkstoffe kaum bis gar nicht nachzuweisen sind, denn ausser einem Placeboeffekt bewirken sollten.

Hier und da probierte ich auf Anraten von gutmeinenden Bekannten mal das eine oder andere Kügelchen aus, konnte aber bei mir nichts weiter feststellen.

Was ich heute weiss- ich hatte das Prinzip nicht verstanden.

In meiner Ausbildung zur Tierheilpraktikerin verstand ich langsam, dass die Anwendung von Homöopathie ganz anders läuft, als wir das in der Schulmedizin gewohnt sind - hier sind nicht nur die äusserlichen Symptome ausschlaggebend für die Auswahl des Mittels, sondern die einzelnen Konstitutionstypen mit ihren körperlichen und geistigen Symptomen.

Man muss den Patienten im Ganzen erfassen, was einiges an Beobachtungsgabe, dem Achten auf vermeintliche Kleinigkeiten und Einfühlungsvermögen erfordert.

So mal eben dies und das einwerfen und alles ist weg, funktioniert hier eher nicht. Je mehr ich mich mit dem Thema befasste, desto spannender fand ich es.

Und gerade bei meiner Arbeit mit den Tieren wurde ich durch diverse Erfahrungen mehr und mehr eines Besseren belehrt, nämlich, dass es sich hier nicht nur um Placeboeffekte handelt, sondern eine tatsächliche Wirkung stattfindet.

Die erste durchschlagende Erfahrung machte ich mit dem kleinen Itsy, einem Chihuahuarüden, der immer wieder unter rezidivierenden Blasenentzündungen litt.

Eine Antibiotikabehandlung folgte der anderen, es trat kurz Besserung ein ,und wenige Monate später war der Kleine wieder fällig- mit erneuter Blasenentzündung.

Ich kannte seine Besitzerin, eine eingefleischte Schulmedizinerin, sehr gut , sie stand der Homöopathie mehr als skeptisch gegenüber, war aber mittlerweile so verzweifelt über die ständigen Blasenentzündungen ihres Hundes, dass sie sich auf einen homöopathischen Therapieversuch einliess.

Was soll ich sagen, ich weiss nicht, wer von uns beiden sich mehr wunderte, die Symptome besserten sich unter dem homöopathischen Mittel zügig und es konnte auf eine weitere Antibiotikagabe verzichtet werden.

Das Beste aber war und ist- Itsy hatte seitdem keine einzige Blasenentzündung mehr, unser " Versuch " liegt jetzt vier Jahre zurück.

Mittlerweile hat Itsys Besitzerin ein ganzes Repertoire an Homöopathie zuhause stehen und ihre Meinung zu dem Thema gründlich revidiert.

Ich habe häufig Fälle, die zum Teil schulmedizinisch austherapiert sind und die dank Homöopathie eine enorme Besserung ihrer Lebensqualität oder sogar Heilung erfahren.

Da gab es zum Beispiel den kleinen Murphy, der eine chronische Niereninsuffizienz hatte und durch starke Symptome über keinerlei Lebensqualität mehr verfügte. Seine Besitzerin rief mich weinend an, da der Tierarzt zur Euthanasie riet und keinerlei Optionen mehr sah.

Bei Murphy wandte ich eine Therapie mit Komplexhomöopathie an, die sehr gut anschlug und ihm noch acht Monate Leben bei guter Lebensqualität schenkte. Leider kann sich Nierengewebe nicht regenerieren, aber durch die Therapie konnten die Symptome beseitigt und seine Lebensqualität wiederhergestellt werden.

Hoch interessant war auch der Fall der kleinen Spitzhündin Lady- sie hatte eine chronische Darmentzündung und war so blutarm, dass ihr eine Bluttransfusion angeraten wurde.

Da sie aber schon älter war, von der behandelnden Tierklinik als "Komplettbaustelle" eingeordnet und ihre Lebenserwartung ohne Bluttransfusion auf maximal 24 Stunden anberaumt wurde, wurde sie zum Sterben nachhause entlassen.

Die Besitzerin dieser kleinen Hündin rief mich spätabends an und fragte mich völlig verzweifelt, ob mir nicht noch etwas einfiele.

Lady lag nur noch da, konnte nicht mehr laufen, kaum noch den Kopf heben und war völlig matt, nur ihre Augen sahen nicht so aus wie bei einem Hund, der bereit war zu sterben.

Ich verordnete bestimmte Vitamine in Verbindung mit Komplexhomöopathie , die die Blutbildung anregen sollte, dann ein bestimmtes homöopathisches Mittel in Hochpotenz und ein sehr einfaches natürliches Nahrungsergänzungsmittel für den chronisch entzündeten Darm.

Normalerweise hätte ich mich an so einen Fall nie herangetraut und dringend eine Tierklinik empfohlen. Nur war dieser Hund ja dort gewesen und zum Sterben nachhause entlassen worden, mir tat die Besitzerin Leid und ich verstand so gut, dass sie noch irgendetwas tun wollte, auch wenn die Chance noch so klein war.

Am nächsten Morgen wartete ich auf eine Rückmeldung und grosse Hoffnung auf eine positive Nachricht hatte ich , ehrlich gesagt, eher nicht.

Was soll ich sagen- Lady hatte die Nacht überlebt.

Ab da ging es Schritt für Schritt aufwärts, unter der Therapie begann sie wieder zu fressen, stand auf, lief, bellte und von Sterben war gar nicht mehr die Rede.

Ich war aber trotzdem skeptisch, da ja eigentlich eine Bluttransfusion erfolgen sollte und bat um eine erneute Blutkontrolle an der Klinik.

Die Ergebnisse waren gut, der Tierarzt hielt eine Bluttransfusion nicht mehr für nötig und riet dazu, die Therapie , so wie von mir verordnet, weiterzuführen.

Dieser Fall hat mich selber sehr beeindruckt, Lady geht es immer noch gut und hat sich vollständig erholt. Gestorben wird später, jetzt hat sie jedenfalls noch eine richtig gute Zeit.

Sehr eindrucksvoll finde ich die Wirkung der Homöopathie auch bei älteren Patienten. Man kann damit chronisch degenerative Prozesse lindern und aufhalten- ganz ohne lebensverkürzende Nebenwirkungen.

Ebenfalls bei Ängsten und Verhaltensstörungen kommt bei mir die Homöopathie immer wieder begleitend zum Einsatz und es ist wirklich bemerkenswert, wie sich das Befinden der Tiere bessert.

Und von wegen Placeboeffekt- Tiere können den doch nicht haben ?!

Mittlerweile habe ich mich von der Skeptikerin zu einer Anhängerin der Homöopathie entwickelt und finde es äusserst interessant und spannend, mich in die einzelnen Fälle hineinzuarbeiten, für jedes Tier und seine Befindlichkeit das passende Mittel zu finden und mich dann über die positiven Resultate zu freuen !









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